Google Motorola flickr Titanas Android Boss Andy Rubin beruhigt die Konkurrenz bei der Motorola Übernahme

Der Branchen-Riese Google wächst und gedeiht. Erst zum Auftakt des Mobile World Congress in Barcelona wurde bestätigt, dass mittlerweile 850.000 Geräte mit dem mobilen Google-OS Android angemeldet werden – und zwar täglich! Ein wenig still geworden ist es hingegen um die geplante Übernahme von Motorolas Mobilsparte durch den Suchmaschinen-Riese. Doch schon bald könnte alles ganz schnell geben, denn in den Vereinigten Staaten wie auch in Europa ist die größte Hürde des Deals genommen: Die Regulierungsbehörden haben keine Bedenken mehr und ihr „Okay“ für den Deal gegeben.

Das wiederum ruft natürlich die Kritiker auf den Plan. Nicht weniger Menschen befürchten nämlich jetzt, dass dann in Zukunft die eigenen Google-Smartphones eine bevorzugte Behandlung erfahren. Zumal die Hersteler schon jetzt Probleme haben, mit den Updates für Android Schritt zu halten. Es gibt nicht wenige Handys, die nutzen noch immer Android 2.3 statt das neue Ice Cream Sandwich. Nachteile für den Markt? Das würde nicht passieren, beruhigt Andy Rubin, seines Zeichens Android-Chef. Und zumindest eine Tatsache spricht dafür. Denn Motorola hält aktuell mit seinen Smartphones gerade einmal einen Marktanteil von zwei Prozent.

Keine Bevorzugung der eigenen Smartphones von Motorola

Google wird es sich also nicht leisten können, alles auf die Karte Motorola zu setzen und im Umkehrschluss andere Hersteller zu verärgern. Denen blieb als Antwort schließlich auch die Möglichkeit, auf Microsofts Windows Phone umzusatteln. Einige Technikgrößen wie beispielsweise HTC bieten schon das eine oder andere Handy mit Windows Phone als OS an. Die „Flucht“ von Android würde gewiss größer werden, wenn man merkt, dass Google eigene Produkte bevorzugt behandele. Stattdessen will man bei Google offenkundig den Prozess zur Etablierung neuer Android-Updates verbessern. „Nicht alle Hersteller sind bei der Entwicklung ihrer Geräte gleich schnell“, hat auch Andy Rubin das Problem erkannt. In der Vergangenheit nahm Google immer einen Hersteller abwechselnd bei den Updates enger mit ins Boot für die aktualisierten Versionen, um diese somit auch schneller zu verteilen – zumindest bei Geräten eines Unternehmens. Dieses Verfahren wolle man etwas abschwächen. Ganz verzichtet Google aber darauf nicht. So bestätigte Andy Rubin, dass es aus dem Hause Samsung weitere Nexus-Geräte geben werde.