Es hat sich ausgeflasht. Seit heute ist es offiziell, was schon seit Monaten kein Geheimnis mehr ist und von vielen herbei gesehnt wurde. Adobes Flash ist endgültig Geschichte. Mit Googles Android hat sich auch der letzte Anwender von Adobes veralteter Webtechnologie verabschiedet. Nachdem bereits Apple nicht auf Flash setzte und Microsoft ab Windows 8 in seinem Browser Internet-Explorer nur noch eine begrenzte Unterstützung anbietet, war Googles mobiles Betriebssystem Android die letzte Plattform mit Flash-Unterstützung. Doch die Zukunft wird Technologien wie HTML gehören, weshalb es nur noch eine Frage der Zeit war, bis Flash für Android Geschichte ist.

Adobe wurde von dieser Entwicklung nicht überrascht, kündigte das Unternehmen aus dem kalifornischen San José bereits im vergangenen November an, die Weiterentwicklung von Flash für Android einzustellen. Mit der Veröffentlichung der neuesten Android-Version Jelly Bean vor wenigen Wochen, gibt es nun keine optimierte und getestete Flash-Version mehr. Deshalb ist seit heute keine Flash-App mehr aus dem Google Play Store installierbar. Der neue Android-Standardbrowser Chrome unterstützt bereits kein Flash mehr und setzt ebenso auf HTML wie fast alle Entwickler, die auf Grund der mangelnden Weiterentwicklung noch schneller wechseln und vor allem HTML-Anwendung entwickeln werden.

Viele Menschen werden Flash nicht vermissen, war es doch eine sehr Fehleranfällige Technologie, die oft nicht flüssig lief und sich damit wie ein Fremdkörper im Internet anfühlte. Die Integration war, bei allem Potenzial von Flash, niemals perfekt gelungen. Das sich Adobes Flash nicht auf mobilen Endgeräten verbreiten konnte, war das erste Anzeichen des Niedergangs. Die Bedeutung mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets ist enorm und das Internet wird zum Betriebssystem erster Wahl. In der vor Jahren gefällten Entscheidung von Steve Jobs, dass Apple-Geräte kein Flash unterstützen, lag bereits der erste Todesstoß. Seitdem hat es Adobe Flash nicht geschafft, sich auf den später entwickelnden mobilen Alternativen zu Apples iOS überzeugend zu etablieren. Mit Android gab es zumindest die Gelegenheit, auf dem weltweit führenden mobilen Betriebssystem zu “überleben”, aber dieses Plan nicht konsequent und fehlerfrei gegangen zu sein und die Konkurrenzlosigkeit gegenüber moderneren Technologien, sind nun der Grund für das Ende.